Mui Ne // Saigon // Mekong Delta

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Erfahrung der Woche: Ein No Go. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Während ich letzte Woche vom perfekten Reiseziel berichtet habe, geht es diese Woche um einen Ort, den alle auf die „To Go-Liste“ setzen, der aber eigentlich eher ein No Go ist. Natürlich ist auch diese Empfindung wieder abhängig von diversen Parametern, wahrscheinlich sogar den selben wie beim perfekten Reiseziel, aber es gibt ein paar grundlegende Dinge, die einen Ort hässlich machen – unabhängig von Hunger, Laune oder Beaufort. Für Mui Né hatten wir eine ganze Woche Zeit eingeplant, denn hier sollte der Strand zum Genießen einladen, das Wasser zum Kiten und die Restaurants zum Schlemmen. Wir sahen das leider anders. Das erste, was uns ins Auge sprang waren die kyrillischen Schriftzeichen. Hatten wir uns im Land vertan? Hatten wir im Geschichtsunterricht einen Krieg verschlafen? Seit wann waren Teile Vietnams eine russische Kolonie? Das einzige Wort was ich auf Russisch kann ist „Prost“. Alles was mir beim Erkunden von Mui Ne in den Sinn kam war „Nostrovia Mahlzeit“. Hier war der Rubel ordentlich gerollt und hatte dann das Stranddorf mit Resorts überrollt. Ein Glück, dass der Rubel gerade nicht so rund läuft und deshalb viele Russen dort blieben, wo sie her kommen. Dies soll nun alles nicht rassistisch klingen, ich finde die Orte die sich die Chinesen kaufen und einnehmen mindestens genau so unattraktiv. Aber wenn ich nun mal um die halbe Welt reise, um Vietnam zu sehen, dann wäre es eben einfach schön auch von Vietnamesen umgeben zu werden, nicht nur von Russen. Hinzu kam, dass alles hier heruntergekommen aussah. Die Straße wurde von neonbeleuchteten Restaurants, leerstehenden Geschäften und Ruinen gesäumt, die entweder die besten Zeiten hinter sich oder noch vor sich hatten. Die einzigen Orte, die in diesem Strandort schön waren, waren die luxuriöseren, teuren Hotels. Und da wollten wir nicht hin. Beziehungsweise ließ es der innere Finanzminister nicht zu. Wir hätten all dies ausgeblendet, hätten wir uns eine Woche beim Kiten austoben können. Doch leider waren wir auf Leihmaterial angewiesen, das 80 Dollar für einen Tag kosten sollte. Und da der Spot extrem kabbelig und der Wind störrisch wie ein buckliger Esel war, war es uns das teure Vergnügen nur einen Tag auf dem Wasser wert. Wir besichtigten noch schnell die roten und weißen Sanddünen in der Umgebung, die das städtische Desaster etwas entschädigen konnten, und reisten ab. Ich glaube es kann kein Zufall sein, dass Mui Né dem englischen Wort „Money“ verflucht ähnlich klingt. Es regiert die Welt und ist für all das Übel in Orten wie diesen verantwortlich. Ich denke Du weißt was ich meine.

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Ort der Woche: Eine von Kokosnuss-Palmen und Bananenstauden gesäumte Straße etwas außerhalb von Ben Tre. Da wir nun unerwartet viel Zeit für den Süden Vietnams übrig hatten, beschlossen wir uns das Mekong Delta genauer als in einer Tagestour anzusehen. Statt uns von einem Reiseanbieter nur kurz zu dem braunen Giganten der Flüsse kutschieren zu lassen, machten wir uns also in klapprigen Bussen auf, um das fließende Ungeheuer zu studieren. Die unerwartet große Stadt am Ufer des Mekong hat selbst nicht viel zu bieten, aber als wir eines Vormittags mit den Rädern losfahren, um eine Erkundungstour in der Umgebung zu unternehmen, staunen wir nicht schlecht. Parallel zu dem kakaofarbenen Strom verläuft eine Straße die von grünem Blattornament eingerahmt wird. Die glühend heiße Luft ist von Gerüchen geschwängert, mal verheißungsvoll, mal abstoßend. Manchmal atmet man sonnengewärmte Kokosnuss, manchmal schleimige Fischhaut. In den kleinen, einfachen Häusern am Wegesrand schaukeln träge Körper in Hängematten. Sie warten auf Abkühlung oder den nächsten Tag. Auf schöne Träume oder einfach darauf, dass die Zeit verstreicht. Einzig das Huhn ist in Eile, das schnell noch vor dem Vorderrad die Straßenseite wechselt. Aus den hintersten Häuserecken, unter spitzen Strohhüten hervor, ertönt hier und da ein erfreutes „Hello“. Die Menschen denen wir begegnen strahlen wie die Sonne, winken wie gute Freunde. Wir sind Willkommen. Ermutigt wagen wir uns in kleine Seitenpfade. Rechts und links Bäche aus Kakao. Über uns ein Firmament aus Kokosnüssen und Bananen. Wir könnten ewig so weiterradeln, doch die Sonne lässt uns nichts. Der Schweiß strömt mit dem Mekong um die Wette. Bald darauf sitzen wir im Bus nach Can Tho. War das gerade ein Traum? Oder das echte Vietnam? Also das ursprünglich Echte. Was auch immer es war, diese Bilder werden mir bleiben. Auch wenn sie wahrscheinlich nicht mehr lange der Realität entsprechen werden.

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Beobachtung der Woche: Es gibt diese Momente, da wird Geschichte plötzlich so lebendig, dass man eine Gänsehaut bekommt. Und da die Vergangenheit Vietnams ziemlich bewegt ist, war auch ihr Erwachen äußerst bewegend. Oftmals, wenn ich aus dem Busfenster auf die sumpfigen, militärgrünen Reisfelder blickte, dachte ich an die Soldaten die hier, noch bis kurz vor meiner Geburt, durch das unwegsame Gelände robben mussten. Egal, ob Vietcong oder Ammi, sie taten mir leid. Doch als wir von Saigon zu den Cu Chi Tunneln fuhren, konnte ich mich regelrecht in sie hineinversetzen. Unweit der Hauptstadt des kommunistischen Wiederstandes (Saigon – heute Ho Chi Minh City, doch die meisten und ich bevorzugen Saigon), hatten sich die Vietcong (die Kommunisten aus dem Norden Vietnams), schon während der französischen Besatzung, ein ausgeklügeltes Tunnelsystem gebaut. Doch erst als die Amerikaner dann meinten Vietnam „retten“ zu müssen und den Südvietnamesen ihre bombastische Unterstützung boten, nutzen die vietnamesischen Partisanen die Cu Chi Tunnel, um sich darin vor ihrem Feind zu verstecken. Wie die Ameisen saßen die Vietcong also in einem 250 Kilometer langen Bau aus unterirdischen Wegen und Höhlen – mitten im feindlichen Gebiet. Sie waren so gut getarnt, dass die Ammis nur kleine Abschnitte dieses baulichen Meisterwerks fanden und es nie schafften die Tunnel einzunehmen. Ein Besuch dieses Ortes ist, trotz zahlreicher Mitbesucher, recht emotional. Zuerst wird einem ein winziger Eingang gezeigt, der so schmal ist, dass man seinen Körper zu einem Brett mit erhobenen Armen formen muss. Einer aus der Gruppe traut sich und zwängt sich in den schlammigen Schacht. Herauszukommen ist schwieriger als hinein zu gelangen. Dann führt der Dschungelpfad (der einst keiner war, da die Bomben das gesamte Gebiet gerodet hatten) vorbei an grausamen Bodenfallen, in denen die Bodentruppen der Amerikaner von Eisenspitzen zermahlen wurden. Bei einem kleinen Unterstand werden uns von ernst blickenden Vietnamesen verschiedenste Fallen vorgeführt. Eine schlimmer als die andere, grausam sind sie alle. Harmlos lächelnd zeigt die junge Führerin auf die Letzte und sagt. „Wenn der Feind in diese Falle trat, schnappte der Eisenkäfig zu und das Bein konnte nicht mehr hinausgezogen werden.“ Charmant fügt sie hinzu: „Sie wurde deshalb Souvenir Falle genannt.“ Plötzlich ein ohrenbetäubender Knall. Es folgen drei, vier weitere. Es fährt einem durch Mark und Bein. Und obwohl ich weiß, dass es hier irgendwo einen Schießstand gibt, an dem Touristen die Waffen des Vietnamkriegs (oder American War, wie er hier heißt) ausprobieren können, wird mir übel. Bei jedem Schuss läuft es mir kalt den Rücken herunter. Und die Wut wächst. Die Wut über die Idioten die an solchen Spielerein Gefallen finden. Und die Wut über die Vergangenheit. Die Politik. Dann stehen wir vor einem weiteren Eingang zu einem der Tunnel, dieser ist leichter zugänglich. Wobei leicht von der jeweiligen Körpergröße abhängt. Wir schlängeln uns also hinein in den schmalen, dunklen Gang und watscheln wie die Enten, die Knie unter den Armen, im Marsch 20 Meter in die Dunkelheit. Schon nach 2-3 Atemzügen wird die stickige Luft knapp. Mit jedem Meter wird die Beklemmung größer, zieht sich das Herz weiter zurück. Als man endlich wieder an der frischen Luft ist (das erste Mal in diesem Land kommt die Luft einem frisch vor), denkt man daran, dass die Vietcong diese Tunnel nur bei Nacht verlassen konnten, wenn es keine Bomben hagelte. Die also nach der Dunkelheit der Erde, von der Dunkelheit des Himmels empfangen wurden. Man versteht die Welt nicht mehr. Bedrückt fährt man zurück in die Zivilisation. Und die Last der Gefühle wird noch größer, als man am nächsten Tag den Film „Good Morning Vietnam“ schaut. Man hat ihn vor Jahren gesehen und erinnert sich daran, dass er heftig aber ganz lustig war. Nun sieht man ihn mit anderen Augen. Man kennt die Namen der Städte in die die Filmsoldaten ziehen. Die Brücken sehen heute an manchen Stellen noch aus wie im Film, das Bier ist das Gleiche, das wir abends trinken. Jetzt erst realisieren wir, wie gut der Film wirklich ist. Denn obwohl er recht kurz nach Kriegsende in Amerika (!) entstand, bringt er den Konflikt (selbstkritisch!) auf den Punkt. Es ist dieser eine Dialog, zwischen Robin Williams und seinem vietnamesischen Freund Tuan, der das Dilemma auf den Punkt bringt. Der lustige, amerikanische Radiomoderator findet heraus, das Tuan ein Vietcong ist und sich in Südvietnam Undercover versteckt (also wie die Bewohner der Cu Chi Tunnel) und Anschläge gegen die Amerikaner unterstützt. Williams will ihn warnen, dass die Amerikaner ihn erkannt haben und nun töten wollen. Er fühlt sich betrogen von seinem vietnamesischen Freund, wirft ihm vor den Feind zu unterstützen. Doch der junge Kommunist antwortet unter Tränen (nicht wortwörtlich): „Wir sind nicht der Feind. Ihr seid gekommen und habt meinen Vater getötet. Meinen Bruder. Meine Nachbarn.“ Nun laufen auch bei mir die Tränen. Wieso gibt es immer wieder Menschen auf der Welt, die ihre eigene Meinung für die einzig Richtige halten? Die meine, sie müssten anderen ihren Glauben aufzwängen? Die vor einer Landkarte in Genf sitzen und denken sie hätten das Recht ein Land einfach in zwei Teile zu teilen. Die ihre eigenen Landsleute belügen, ihre Soldaten in einen Krieg ziehen lassen und ihnen als Dank dafür auch noch die kritische Lage verschweigen, die in dem Land herrscht in dem sie „Frieden“ stiften wollen. Wem kann man eigentlich noch glauben? Und warum lernt eigentlich keiner mal etwas aus all den Kriegen? Wieso wird die Welt immer schlechter anstatt schlauer zu werden. Nach all den wundervollen Tagen in diesem fantastischen Land, war die Kombination aus Cu Chi Tunnel und „Good Morning Vietnam“ eine bittere Pille. Aber eine Reise besteht eben nicht nur aus Sightseeing. Sie bedeutet auch (wenn man es ernsthaft tut) hinter die Kulissen zu blicken. In die Vergangenheit und Zukunft des Reiseziels. Ich will nicht zu pessimistisch klingen, aber nach der Invasion der Amerikaner, fallen nun die Touristen in Vietnam ein. Diese kommen zwar mit friedlichen Absichten. Bäume werden allerdings auch jetzt schon wieder gerodet. Wir Besucher brauchen schließlich einen Platz zum Schlafen. Etwas Optimistisches zum Schluss: die jungen Menschen hier empfinden keinen Hass gegen die Amerikaner. Auch gegen die Chinesen und Japaner nicht. Denen, die ich fragte, geht es wie uns jungen Deutschen. Sie wollen die Last des Krieges endlich vergessen und nach vorne blicken. Und immerhin geht es der Wirtschaft immer besser. Es gibt also Hoffnung, in dem immer noch (oder nun gänzlichen) kommunistischen und nicht wirklich meinungsfreien Land.

(Ausgerechnet heute lese ich in dem Buch Geflüster auf Seide gemalt – Reise in Asien“ von Cees Nooteboom über die Boat People. Größtenteils südvietnamesische Flüchtlinge, die nach dem Ende des Vietnamkriegs vor den brutalen Umerziehungsmaßnahmen der siegreichen Kommunisten flohen. Auf überfüllten Booten trieben sie oft wochenlang auf dem Südchinesischen Meer bevor sie entweder ertranken oder an der Küste Südostasiens zurück auf See geschickt wurden, da die Auffanglager hoffnungslos überfüllt waren. Kommt einem im November 2015 irgendwie bekannt vor oder? Auch damals unterstütze Deutschland die Flüchtlinge mit Spenden und Hilfsaktionen und nahm sogar tausende Vietnamesen auf, bis die Regierung 1982 einen Aufnahmestopp beschloss. Nach öffentlichen Protesten wurden dann bis 86 doch noch mal rund 1000 Menschen aufgenommen. Diese Zahlen klingen im Vergleich zu unserem heutigen Problem verschwindend gering. Die Umstände und Geschehnisse der Vergangenheit sind der Gegenwart erschreckend ähnlich. Man hat das Gefühl die Geschichte habe sich, in einem immer schneller zirkulierendem, sich selbst potenzierendem Teufelskreis verfangen. Man hat die Hoffnung, eines Tages wird das Gewesene dem Kommenden endlich eine Hilfe sein.)

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Investition der Woche: 50 $ statt 40 $. Statt in Can Tho an der Hafenpromenade das günstigstes Reisemittel zu den schwimmenden Märkten zu buchen, nämlich den Kahn eines vietnamesischen Bootsmanns, entschieden wir uns 10 Dollar mehr zu investieren und einen englischsprachigen Führer anzuheuern. Wir erkauften uns dadurch eine ordentliche Portion Wissen über das heutige Vietnam und bekamen die Freundschaft zu dem 20-jährigen Tay geschenkt. Der freundliche Student mit dem britischen Akzent wusste all unsere Fragen zu beantworten und Beobachtungen zu erläutern. Der intensive Abbau von Sand hatte mich schon in der Batu Long Bay im Norden Vietnams beunruhigt. Und auch hier baggerten riesige Schaufeln den Mekong leer. Tay bestätigte, dass der Wasserspiegel in den letzten Jahren dramatisch gesunken sei, die Fischer immer weniger fangen würden (was auch mit Staudämmen zu tun hat, die im laotischen Teil des Flusses gebaut werden). Er erzählte uns von den Sorgen über große, ausländische Investoren, die Ausbeutung der Ressourcen, die üblichen Probleme eines armen Landes. Aber er berichtete uns auch über die schönen, kleinen Details, die man schnell übersieht, wenn man ihren Hintergrund nicht kennt. Dass die Boote zum Beispiel Augen haben liegt daran, dass die Vietnamesen glauben diese würden die bösen Geister vertreiben und obendrein Glück bringen. Er erklärte uns, warum Krebse oder Melonen an hohen dünnen Masten über den Booten thronen und wie Reisnudeln hergestellt werden. Er brachte uns zum Lachen, in dem er extrem knatternde und stinkende Boote mit „Oh my gooood! I think it’s made in China!“ kommentierte. Und er berichtete uns von der Sozialen Gruppe die er mitgegründet hat, die armen Menschen ehrenamtlich hilft. Behinderten, die an den Spätfolgen des Entlaubungsmittels litten, das die Ammis im Kampf gegen die Kommunisten eingesetzt hatten (während geschädigte, ehemalige US-Soldaten von den Herstellern finanziell entschädigt wurden, sahen die Vietnamesen nie einen einzigen Cent). Sie besuchen alte, einsame Menschen in Altenheimen und sammeln Spenden für Weisenkinder. Tay ist ein kleiner Vietnamese mit einem großen Herz – das vor allem am rechten Fleck sitzt. Nach der Bootstour besuchte ich mit ihm das Altenheim (das Waisenhaus für die Agent Orange kranken Kinder war derzeit eine Baustelle und für Besucher geschlossen). Die alten Herrschaften werden den ausländischen Besucher wohl nicht zu schnell vergessen, das verrieten mir ihre strahlenden Augen. Ich werde sie auch so schnell nicht vergessen. Und Tay sowieso nicht.

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Viech der Woche: Seetiere. Ich habe noch nirgends so viele verschiedene Früchte des Meeres gesehen wie auf den Märkten Südvietnams. Hier kann der Feinschmecker alles kaufen, rosa Tintenfische, hellblaue und graue. Scharlachrote Krebse, orangene Fische, lachsfarbene Seesterne. Jeder Stand wirkt wie ein kunterbuntes Kaleidoskop, wie die Palette eines Pop-Art Künstlers. Gourmets finden Hummer, Austern, Muscheln in allen Formen, Größen und eben Farben. Wunderschöne Exemplare tummeln sich in Plastikwannen und warten auf die letzte Salbung in Kräuterbutter und die Krönung durch das Petersilienhäubchen. Es gibt Fische so lang wie Aale, aber dicker und in gestreiftem Schuppenkleid. Man isst hier alles was es in der See zu ernten gibt, Seeigel, Seetang, Seepferdchen (möge den Banausen die vom Aussterben bedrohte Arten fressen, der Bissen im Halse stecken bleiben!). Leider verbreitet roher Fisch nicht den angenehmsten Geruch und so schwimmt sein toter Geruch oft durch die Straßen vietnamesische Städte. Da kann einem schon mal der Appetit auf Meerestiere vergehen. Auch beim Anblick all der glubschigen Augen, die einen da von überall anstarren, wird einem schon mal ein wenig flau im Magen. Man lässt sich dann einfach zum nächsten Stand treiben. Dort gibt es Landesfrüchte. Man angelt sich eine Passionsfrucht oder Banane und überlegt sich nochmal, ob man am Abend vielleicht doch die gebratenen Nudeln mit Gemüse bestellt. Ohne Shrimps. Aber spätestens, wenn aus einem Restaurant dann der Geruch von angebratenem Knoblauch und Kräuterbutter strömt, kann man sich doch wieder vorstellen einen fangfrischen Fisch zu essen. Wenn man es schafft die Plastikbecken zu vergessen, in denen die Fische den ganzen Tag in der Sonne köcheln.

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Restaurants & Hotels:

In Mui Ne kann man relativ günstig bei Xin Chao nächtigen. Der Pool ist prächtig, die Zimmer sind ok (die Badezimmer etwas weniger) und der Service erst freundlich, wenn man es einfordert.

In Saigon schliefen wir etwas außerhalb der wuseligen und lauten Stadt, um wenigtens geruhsame Nächte zu verbringen. Das L’Odeon Hotel war dafür bestens geeignet. Die Zimmer sehen auf wie die einer Puppenstube, aber die Inhaber sind freundlich und hilfsbereit und die Gegend bietet leckere Restaurants und viel Ruhe. Die Preise sind deutlich günstiger als in die Stadt und so kann man sich gemütlich ein Taxi ins Zentrum gönnen.

Ein ABSOLUTES MUSS (und ich schreibe selten in Versalien) ist Soul Burger in Saigon. Wer Burger mag, wird dieses Restaurant lieben!

In Ben Tre kann ich das nigelnagelneue (2015) Riverside Resort empfehlen. Der Pool bietet einen herrliche Blick auf den trägen Mekong.

In Can Tho ist das West Hotel eine gute Wahl. Ein schöner Pool auf der Dachterrasse ist eine Ruheoase über der hektischen Stadt.

 

 

 

 

Categories: Allgemein, Vietnam

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