Wie Du selbst einen Unterschied machen kannst

Wohl kaum jemand schätzt den Wert dieser Welt so sehr, wie wir Reisenden. Was haben wir schon alles auf uns genommen, um unberührte Natur, authentische Völker, seltene Tiere oder faszinierende Naturschauspiele zu sehen? Wie oft hatte ich Tränen in den Augen, vor Begeisterung über Nordlichter, vor Fassungslosigkeit über ein Panorama, vor Dankbarkeit all dieses Schönheit bewundern zu können. Mit jeder meiner Reisen ist in mir das Bedürfnis gewachsen, etwas zurückzugeben. Doch wie stellt man das an? Wie kann man selbst einen Unterschied machen? Wir Reisende tragen mit unseren Flügen durch die Weltgeschichte ja eher zum Klimawandel bei.

Sowohl aus Dankbarkeit, als auch als Wiedergutmachung versuche ich auf meinen Reisen immer auch ein paar positive Spuren zu hinterlassen. Gandhi hat den schlauen Satz gesagt „Be the change you want to see in the world“ – und genau daran halte ich mich. Hier findest Du ein paar Ideen, wie Du selbst aktiv werden kannst:

Einen Unterschied machen auf Reisen

• Du könntest Deine ganze Reise, oder einen Teil Deiner Reise mit Volunteering verbringen. Ich selbst habe in Peru einen Monat in einem Waisenhaus gearbeitet und denke noch oft und gern an diese intensive Zeit zurück. Hier kannst Du mehr über diese Erfahrung lesen.
Um ein geeignetes Projekt zu finden kannst Du Dich natürlich an eine Organisation wenden. Informiere Dich vorher aber gut, wie viel Deines Geldes diese einbehält. Ich habe das Waisenhaus über diese tolle Seite gefunden und habe überhaupt nichts gezahlt – außer meine Unterkunft und Verpflegung – leider findet man hier nur Projekte in Südamerika. Ich bin mir aber sicher, dass es solche Seiten für jeden Kontinent gibt.

• Wenn ich in ärmere Länder reise, nehme ich immer Kleidung mit, die ich am Ende meiner Reise verschenke. Auf den Kapverden waren Stifte und Schulhefte gefragt. Informiere Dich womit Du den Einheimischen die größte Freude machst.

• Wie oft habe ich mich über den Müll an Stränden oder im Meer geärgert? Gerade weil ich Kitesurferin bin und das Meer liebe, tut es mir im Herzen weh zu sehen, wie die Menschen mit unseren Ozeanen umgehen. Deswegen gehe ich so oft ich kann an den Stränden dieser Welt spazieren und sammle Müll ein. Ich habe sogar schon auf den Kap Verden ein eigenes Beach Clean Up organisiert. Oder nach einer Flut die Wiesen am Rhein aufgeräumt. Der Einfluss, den ich damit auf die Natur habe, ist vielleicht gering. Aber die Menschen die mich dabei sehen überdenken wohlmöglich ihr eigenes Verhalten oder werden inspiriert. Ab und zu gesellen sich auch mal fleißige Helfer dazu. Das ist natürlich besonders schön.
Wenn Du Lust hast selbst an einem Beach Clean Up teilzunehmen, schau Dich mal auf der Seite der Surfrider Foundation um. Da gibt es regelmäßige Events wo Du mitmachen kannst. Sie helfen Dir sogar, Deinen eignen Event zu organisieren.

• Natürlich kannst Du auch Geld spenden. Das ist natürlich immer so eine Sache, da man wissen möchte, dass das Geld wirklich ankommt, wo es hinsoll. Ich selbst spende monatlich einen kleinen Betrag an Ärzte ohne Grenzen. Ich habe selbst einmal davon geträumt Ärztin und für diese Organisation zu arbeiten. Leider war mein NC zu schlecht und mein Talent Blut zu sehen hält sich sehr in Grenzen. Auf dieser sehr übersichtlich gestalteten Seite von Spendencheck findest Du jede Menge Projekte die Du finanziell unterstützen kannst. Da man auch nach Projekten in der Nähe suchen kann, wird das Ganze sicher greifbarer für Dich.

 

Du hast andere Ideen, wie Reisende positive Spuren hinterlassen können? Ich freue mich sehr über jeden Kommentar und bin selbst auch immer auf der Suchen nach Inspiration!

 

Categories: Reiseverantwortung

2 replies »

  1. Liebe Lena, ich selbst arbeite in der Schule und denke dort sollte man anfangen, die Schüler schon so früh wie möglich in Form von Umweltprojekten zu sensibilisieren (wie z. B. Plastik, alte Eisenteile, ausrangierte Kleidung, etc. zu sammeln und durch Recycling zu erhalten). Auch Aktionen zur Weihnachtszeit wie Kleider- Spielzeug-Spenden nach ‚Friedensdorf‘ in Oberhausen oder an arme, in Not geratene Familien in unserer Nähe können schon dazu beitragen alte Sachen zu erhalten und nicht in den Müll zu werfen.

    • Ich finde Du hast absolut recht. Besonders die kommende Generation sollte so früh wie möglich den Wert unserer Umwelt (auch der gesellschaftlichen) vermittelt bekommen. Toll, dass Du als Lehrerin schon praktizierst! Und ja, man kann auch neben dem Job Gutes tun… Einfach jeder ein kleines bisschen.

      Viele Liebe Grüße,
      Deine Lena

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